Die spannende Geschichte der Quantenphysik
Alles beginnt mit einem berühmten Ausspruch von Albert Einstein: "Der Alte würfelt nicht!" Damit meinte er: Gott (oder die Natur) lässt nichts ohne Ursache geschehen. Einstein konnte sich nicht damit abfinden, dass die Quantenphysik behauptet, viele Vorgänge in der Natur fänden rein zufällig ohne Anlass statt und ließen sich deshalb nur mit Wahrscheinlichkeiten beschreiben - also dass man nie genau wissen kann, was passiert, sondern nur, wie wahrscheinlich etwas ist. Er war fest davon überzeugt, dass es noch "verborgene Variablen" geben müsse, die das Ganze erklärbar machen. Doch andere Physiker sahen das anders. Es folgten hitzige Diskussionen, theoretische Beweise und sogar Gedankenexperimente über eine "spukhafte Fernwirkung" – also darüber, ob Teilchen miteinander verbunden bleiben können, selbst wenn sie weit voneinander entfernt sind. Erst rund 30 Jahre später kam ein genialer Physiker, John Bell, auf eine Idee, wie man das Problem tatsächlich überprüfen könnte: mit einem Experiment, das zeigen sollte, ob solche verborgenen Variablen wirklich existieren. Der Haken war jedoch, dass man dafür extrem präzise Messgeräte und Uhren brauchte, die es in den 1960er Jahren noch nicht gab. Erst etwa 15 Jahre später gelang es Forschern wie John Clauser, Alain Aspect und Anton Zeilinger, erste Experimente erfolgreich durchzuführen. Ihre Ergebnisse bestätigten: Einstein hatte sich getäuscht – die Quantenwelt "würfelt " tatsächlich!
Diese bahnbrechenden Arbeiten führten zu einem regelrechten Boom in der Forschung und sind heute Grundlage für die Entwicklung von Quantencomputern. John Clauser, Alain Aspect und Anton Zeilinger wurden 2022 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet.
| Kursnummer | Y006 |
| Beginn | Di., 17.03.2026, um 19:00 Uhr |
| Dauer | 1 Termin |
| Kursort | vhs-Haus; EG; Raum 1 |
| Kursleitung |
Dieter Fuchs
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| Kursgebühr | 14,00 |
Kurstermine 1
| – | Datum | Ort |
|---|---|---|
| 1 | Dienstag • 17.03.2026 • 19:00 - 21:00 Uhr | vhs-Haus; EG; Raum 1 |